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Feuer

Ein Blitz schlägt ein. Die noch kleine Flamme züngelt gierig im trockenen Gras, springt an den Sträuchern nach oben. Wenig später brennt ein ganzer Wald. Panisch fliehen Mensch und Tier vor der tödlichen Gefahr.

Vor über einer Million Jahre hatte dann Eine oder Einer unserer Vorfahren den Mut, etwas Glut aufzunehmen um das Feuer zu zähmen. Eine überlebenswichtige Aufgabe entstand: die eigene Herdstelle durfte nicht mehr erlöschen. Die Ascheschichten der ersten prähistorischen Feuerstellen sind viele Meter stark. Mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit müssen die Menschen ihr Feuer Tag und Nacht, Sommer und Winter, Jahr für Jahr beschützt haben. Immer in der Angst, die lebenssichernde Glut könnte durch Unachtsamkeit doch erlöschen. Für die Wächter gab es nur diesen einen, alles beherrschenden Gedanken: 'Hüte Dein Feuer'.

Auch die griechische Sage berichtet von diesem großen, nachhaltig wirkenden Schritt in unserer Entwicklung. Prometheus hat mit seiner Fackel einen Holzstoß in Flammen gesetzt und so das Feuer, trotz Verbot des Göttervaters Zeus, uns Menschen (wieder-)gegeben und damit gezähmt.
Diese drei Worte, "Hüte Dein Feuer" sind für mich zum motivierenden Lebensmotto geworden. Sie gelten für viele Situationen und Bereiche und treffen auch auf unser Verhalten in der Arbeitswelt zu. Hocken wir nicht alle noch ein klein wenig in den Büros und Konferenzräumen wie vor einem zugigen Höhleneingang am halb wärmenden Feuer? Gerne bewundern wir den Mut, den andere Menschen beweisen. Wer greift aber schon selbst in die Glut oder nach dem brennenden Ast und versucht die eigenen Verhältnisse zu verbessern?

Eher werden wir zunehmend unaufmerksam und müde. Die zu beschützende Flamme wird dann kleiner und schwächer. Und irgendwann, nach vielen gleichgültigen Jahren, fallen uns die Augen zu. Wir geben uns auf, leben im Reich der inneren Kündigung und klagen über einen freudlosen, öden und nur noch belastenden Arbeitsalltag. Monatliche Gehaltszahlungen wärmen dann schon lange nicht mehr. Doch dazu muss es nicht kommen: Mut zur Veränderung, Kreativität, Optimismus und Selbstvertrauen sind unsere lebensbegleitenden Energiequellen. Hüte Dein Feuer!


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