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Laufen

Laufen ist Lebenstakt. Nachdem wir uns in der Kindheit und Jugend langsam in die Welt einlaufen, folgt die hoffentlich lange Runde eines glücklichen Lebenslaufs. Immer werden wir mit ganzer Kraft gegen alle Ungerechtigkeiten Sturmlaufen. Manchmal müssen wir aber auch für unsere Taten büßen und Spießrutenlaufen. Oder es bleibt uns nichts anderes übrig - so wie Forrest Gump - wegzulaufen, immer weiter und weiter zu laufen. Wir können vorwärts, rückwärts, auf der Stelle, im Kreis oder nach Hause laufen. Beim Laufen laufen die Gedanken ihre eigenen Wege. Aber im allerbesten Fall hören wir nach wenigen Metern mit dem laufenden Denken auf. So gelingt es an manchen Tagen 'nur' noch zu atmen und zu laufen.

Läufer kennen dieses fantastische Gefühl und wissen, dann könnte man vor Glück überlaufen.


Vor einigen Jahren wollte ich die biologische Uhr etwas verlangsamen und meine Marathonzeit nochmals verbessern. Voller Euphorie begann ich sehr diszipliniert einem individuellen Trainingsplan zu folgen, und dieser strukturierte Aufbau wurde auch glatt mit einer persönlichen Bestzeit belohnt. "Was wäre alles möglich gewesen wenn ich so viel zielgerichteter in meinem Leben agiert hätte?" Das waren meine ersten Gedanken. Der Rückblick auf unser Leben und die Lehren die wir daraus ziehen sind wichtig, ständiges Bedauern der verpassten Chancen oder interessanten Abzweigungen führen aber in eine emotionale Sackgasse. Besser wir ändern den Blickwinkel und freuen uns darauf, was für uns noch jetzt und zukünftig möglich ist!

So genieße ich mittlerweile ganz ohne Uhr die Atmosphäre an der Laufstrecke und erreiche erschöpft aber lächelnd das Ziel.


Und wer Jahr für Jahr immer wieder am Marathon in 'seiner' Stadt teilnimmt, für den wird das zum optischen Lebenslauf. Die Skyline ist weiter gewachsen, Stadtteile haben ihr Gesicht verändert und die Laufstrecke führt bereits so lange wieder durch das Brandenburger Tor, dass man fast denkt, dass wäre doch schon immer so gewesen.

Was für mich zählt, das ist die durch das Laufen bestätigte Lebenserfahrung: Wenn wir von etwas fest überzeugt sind, ein Ziel unbedingt erreichen wollen, dann zeigt sich höchste Willenskraft, ungeahntes Durchhaltevermögen! Grenzwertig empfundene Herausforderungen liegen oft noch weit innerhalb der sogenannten Komfortzone. Mit den Jahren setzen wir 'Moos auf den Schultern an' und sagen: "ich bin gelassener geworden". Aber in Wirklichkeit ist es nur eigene Bequemlichkeit oder Alters-Ängstlichkeit, die unsere Neugier, unseren Mut und die Freude am Leben immer kleiner werden lässt.


Dagegen hilft mir das Laufen. Tun Sie das, was Ihnen hilft!



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