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Neubeginn


Zu manchen unserer Bekannten besteht zwar ein langer aber doch eher oberflächlicher Kontakt, man blieb auf Abstand. Trotzdem meinen wir zu wissen, dass deren Leben nur aus unspektakulärem 'Funktionieren' besteht. Eines Tages erfahren wir dann aber von der außergewöhnlichen Begabung oder der besonderen Leistung dieser vermeintlichen 'Nobodys' und es heißt: "Das hat man aus Ihr/Ihm aber auch nicht herausgesehen!" (Falls wir von Untaten anderer überrascht werden, folgt: "Einem Menschen kann man doch immer nur vor den Kopf schauen".

Obwohl wir uns ja im 'eigenen Kopf' etwas besser auskennen sollten, oft wissen wir auch nicht genau, was wir wirklich können und wollen, sind uns selber fremd. Die Jugend prägt Sturm und Drang, unerfahrene Ungeduld, um einen eigenen Weg zu finden. Dann kommen die Jahre des gesetzten, routinierten Lebens. Und Ausdruck des später erreichten höheren Lebensalters ist leider auch nicht immer Weisheit und Klarheit sondern oftmals eher bornierte geistige Starrheit. Bei manchen Zeitgenossen ist der Zeitraum zwischen Jugend- und diesem Altersverhalten auch erstaunlich kurz, sie sind blitzschnell und überspringen die mittlere Phase. Wenn wir keinen Mut mehr zeigen Neues auszuprobieren, Sorge vor jeder Veränderung entsteht, dann ist der Zeitpunkt gekommen, ab dem wir von den eigenen Möglichkeiten gerne nur noch in der Vergangenheit sprechen, reale Chancen sehen wir nicht mehr. "Ja, früher da hätte ich leicht ......!" Dazu sagte Sören Kierkegaard:

"Verstehen kann man das Leben rückwärts - leben muss man es vorwärts"



Erst als überdeutlich war, dass sich meine Arbeitsinhalte immer weiter und schneller von dem entfernen, was ich für wertvoll erachte, gestand ich mir ein: Du bist schon viel zulange unzufrieden, ändere das!

Langsam entwickelte sich dann eine Ahnung, wie vielfältig die eigenen Chancen sind. Ideen wurden konkreter und wieder verworfen, weil es ja noch viel interessantere Alternativen gab. Das Bewusstsein, dass das Leben nicht verständnisvoll wartet, bis ich mich irgendwann entscheiden kann, hat mir aber zwangsläufig geholfen, nicht zeitlich unbegrenzt in den 'Suchmodus' zu verfallen.
Also startete ich mit einer Idee, von der ich überzeugt war und begann über meine Erfahrungen in der Arbeitswelt zu schreiben. Daraus entwickelte sich dann alles weitere (fast) von allein.

Haben Sie sich in letzter Zeit bewerben müssen? Viele angestellte Menschen besitzen keine halbwegs aktuellen Bewerbungsunterlagen. Oft arbeitet man schon viele Jahre in einem Unternehmen, erledigt sehr gewissenhaft seine Aufgaben, bildet sich kontinuierlich weiter, forderte aber in dieser langen Zeit nicht ein einziges Zwischenzeugnis ein. Im besten Fall antworten Sie mir jetzt: Das benötige ich auch nicht, denn ich bin mit meiner Arbeit sehr zufrieden! Schön, das soll auch möglichst lange noch so bleiben, genießen Sie es! Rein statistisch gesehen ist aber heutzutage ein Wechsel kaum zu vermeiden.


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